Weinberg 24
Weinberg 24

Clemens Busch

Riesling wird in vielen Weinanbaugebieten und auf vielen Bodenarten angepflanzt, doch solche filigranen, feingliedrigen und doch konzentrierten Rieslingweine, wie sie an den Steilhängen der Mosel auf Schieferverwitterungsboden entstehen können, sind sicher einmalig. Die Hänge der Lagen Pündericher Marienburg und Pündericher Nonnengarten sind nach Süden und Süd- Südwesten geneigt, optimale Sonneneinstrahlung ist also gewährleistet. Der Boden besteht überwiegend aus grauem und blauem Verwitterungsschiefer, doch auch der rote Schiefer kommt in einem Teilbereich der Lage Marienburg vor. Die Fläche des Gutes beträgt derzeit 9,5 ha Rebfläche. Alle Weine werden streng separiert nach ihrer Lagen- und Bodenherkunft ausgebaut. Damit die verschieden Schieferarten dann auch bestimmten Weinen zugeordnet werden können, wird die die relativ große Lage Pündericher Marienburg in Teilbereiche eingeteilt. Dazu werden wieder die alten Parzellenbezeichnungen wie die folgenden genutzt:

  • Fahrlay (bei der Fähre) mit blauem Schiefer
  • Falkenlay (neben Schiefersteinbruch, in dem regelmäßig Falken nisten) mit grauem Schiefer
  • Weissenberg, alte Reben auf ausgeprägt rotem Schiefer, nicht zu vergessen auch
  • die Felsterrasse mit über 50jährigen Reben auf grauem Schiefer in Terrassenlage zwischen Felswänden gelegen

So können sehr individuelle, vom Terroir geprägte Weine entstehen. Die natürlichen Voraussetzungen ergänzen sich durch Gesunderhaltung der Reben, selektive Lese und Verzicht auf Massenerträge. Das Ökosystem Weinberg wird damit nicht durch Einsatz von Fungiziden oder Herbiziden belastet. Die Gesundheit der Reben wird vielmehr durch vorbeugenden Einsatz sanft wirkender Pflegemittel auf pflanzlicher oder mineralischer Basis erhalten. Ebenso wichtig wie die Vorarbeit im Weinberg ist natürlich auch die sorgfältige Vinifikation. Nur durch schonende Behandlung kann dem Wein sein ganzes Potential an Extrakten, Fruchtaromen und mineralischen Komponenten erhalten bleiben. Hierzu kann man Faktoren wie schonende Kelterung, langsame Vergärung ohne Reinzuchthefen und eine optimale Reifezeit im Holzfass nennen.

Warum ökologisch? .

Die ökologische Betrachtungsweise geht davon aus, dass jedes Lebewesen mit einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren in Wechselbeziehung steht, die alle zusammen seinen Lebensraum bilden. Veränderungen eines Elements dieses Lebensraumes wirken sich auch auf die anderen Elemente aus, wodurch schließlich alle Teile des Ouml;kosystems betroffen sind. Wenn der Mensch seinen Lebensraum so radikal verändert wie heute, zerstört oder gefährdet er wichtige Lebensgrundlagen für die Zukunft.

  • Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Dünger
  • Natürlicher Lebensraum für Pflanzen und Tiere
  • Qualität durch niedrige Erträge
  • besonders schonende Weinbereitung
  • unabhängige Kontrolle nach EG-Verordnung – Kontrollzeichen ECO-Vin

Das Weingut Clemens Busch liegt in der Gemeinde Pünderich (Bereich Bernkastel) im deutschen Anbaugebiet Mosel. Der Hauptsitz befindet sich in einem 1663 erbauten Fachwerkhaus direkt am Moselufer, während der in den 1970er-Jahren gebaute Keller weiter oben am Berg liegt. Der Betrieb wird seit 1986 von Rita und Clemens Busch geführt. Die Lagen sind mit den Weißweinsorten Riesling und Müller-Thurgau, sowie etwas Spätburgunder bestockt. Besonderes Augenmerk wird auf die Erziehung widerstandsfähiger Reben gelegt, was vor Allem durch den Einsatz von ausschließlich natürlichem Stickstoff, Tonmineralien und pflanzlichen Extrakten erreicht wird. Die Trauben werden nur leicht angequetscht oder gleich im Ganzen bei sehr niedrigem Druck abgepresst. Die besten Partien gären anschließend im Edelstahl, die anderen im Holz. Bei den für trockenen Wein vorgesehenen Mosten wird prinzipiell eine Spontangärung praktiziert, für die Erzeugung von edelsüßen Rieslingen wird ausnahmsweise auch Reinzuchthefe verwendet. Es werden auch im Eichenfass gereifte Edelbrände (Hefe, Trester, Obst), sowie flaschenvergorene Sekte produziert. Das Weingut ist seit 2007 Mitglied beim VDP (Verband deutscher Prädikatsweingüter).

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