Weinberg 24
Weinberg 24

Rudolf Fürst

Ganz im Westen des Frankenlandes im Maintal zwischen Spessart und Odenwald liegen die Weinorte des Miltenberger Raumes und stellen dort mit Klima und Boden eine Fränkische Besonderheit dar. Weinbau wird von der Familie Fürst nachweislich seit 1638 betrieben. Im Jahre 1979 errichteten Paul und Monika Fürst die neuen Gutsgebäude am Hohenlindenweg in den Weinbergen des Centgrafenbergs.

Der Centgrafenberg wo die meisten Reben angebaut werden ist eine reine Südlage mit Buntsandstein-Verwitterungsboden und ein idealer Standort für Spätburgunder- und Rieslingreben. Spätburgunderreben werden in diesen hitzigen Böden schon seit Jahrhunderten angebaut. Das milde Klima im Talkessel Miltenbergs schafft dafür ideale Bedingungen. Der Boden gewährleistet die gute Struktur der erzeugten Weine. In den letzten Jahren wurde immer mehr in die Qualität investiert. Naturgemäße Bewirtschaftung der Weinberge, reduzierte Erträge, aufwendige Laubarbeiten, gestaffelte und selektive Traubenlese und im Keller schonender Weinausbau mit langer Holzfaßlagerung sind die Garanten für die Substanz der Weine. Frühburgunder eine alte autochtone Rebsorte der Maingegend wird im Weingut Fürst wieder verstärkt angebaut und die gehaltvollen Weine daraus machten in den letzten Jahren Furore. Neben den bekannten Rotweinen werden typische trockene Frankenweine, hauptsächlich von Riesling, Weißer Burgunder und Silvaner erzeugt. Stolz ist man im Weingut Rudolf Fürst darauf, daß diese Weine als ideale Begleiter feiner Speisen eine sehr große Verbreitung in den besten Restaurants des Landes und darüber hinaus gefunden haben.

Im Weinberg wird unter anderem auf eine hohe Stockzahl pro Hektar, Bodennähe der Trauben und einem gezielten Pflanzenschutz wert gelegt. Viel Handarbeit wird im Herbst von einer mehrmaligen selektiven Lese zum Ertrag gebracht. Nur über die Qualität und die Pflege der Lage gelangt man zu optimalem Traubenmaterial. Je nach Traubenqualitäten stehen im Keller drei verschiedene Kelterformen zur Verfügung. Die Rotweine werden meistens entrappt. Nach beendeter Gärung in offenen Bottichen wird der feste Teil nochmal gekeltert, während der Jungwein je nach Qualität in Holzfässer oder Barriques zum Ausbau geleitet wird. Im Keller wird so wenig Technik wie möglich eingesetzt, um die Aromen zu erhalten.

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