Weinberg 24
Weinberg 24

Pfeffingen – Fuhrmann-Eymael

Malerisch inmitten seiner eigenen Weinberge gelegen, gilt das Weingut Pfeffingen als pfälzischer Musterbetrieb. Als Garant charaktervoller Weine von höchster Qualität setzt das Familienunternehmen auf eine gezielte Kombination von Kontinuität und Innovation. Der Betrieb mit seinem Blumenschmuck, Funden aus der Römerzeit und freundlichen Menschen erweckt den Eindruck, als könne er gar nicht anders sein. Und doch steckt ein halbes Jahrhundert Entwicklung und harter Arbeit dahinter, bis aus dem alten, traditionellen Gemischtbetrieb das moderne, marktorientierte Weingut Pfeffingen wurde. Es ist das Lebenswerk von Karl und Helene Fuhrmann, deren Tochter Doris Eymael heute den Betrieb mit der Unterstützung zweier Familiengenerationen führt. Die Weinberge ziehen sich westlich des Weingutes den Hang hinauf oder liegen unmittelbar um das Haus in flacheren, warmen und immer für Kabinettqualitäten guten Lagen mit alluvialen Böden. In der zweiten Hälfte der achtziger Jahre wurden im Rahmen einer Flurbereinigung alle Anlagen neu bepflanzt. Sie erstrecken sich heute über insgesamt 13 Hektar. Beste Lagen sind der Herrenberg und der Weilberg mit teilweise sehr hohem Anteil an Kalkmergel mit Lößauflage, teilweise auch sandigen Böden.

Bereits im Jahre 1622 wird der Familie Schnell vom Kaiser das heutige Familienwappen verliehen. Abkömmlinge dieser Familie siedelten in die Pfalz über, wo sie erwiesenermaßen seit rund 250 Jahren Weinbau betreiben. Am 21. April 1931 erwirbt dann Valentin Schnell das Pfeffinger Anwesen. Er gründet dort das Weingut, das nach seinem Tod 1937 sein Sohn Fritz Schnell weiterführt. 1952 übernimmt Karl Fuhrmann mit seiner Frau Helene (geborene Schnell) das Weingut seines Schwiegervaters und führt es an die Spitze der pfälzischen Weinbaubetriebe. Seit 1991 leitet Tochter Doris Eymael (geb. Fuhrmann) nun offiziell das traditionsreiche Weingut. Sie ist damit eine der wenigen Frauen an der Spitze eines deutschen Weinbaubetriebes. Sie wird seit einigen Jahren von ihrem Sohn Jan unterstützt.

Das Weingut füllt jedes Jahr ca. 100.000 Flaschen ab. Etwas mehr als die Hälfte (55 %) wird vom Riesling bedeckt. Daneben werden die Scheurebe (12 %), der Gewürztraminer (11 %), der Weissburgunder (6 %), der Chardonnay (3 %), der Silvaner (3 %), sowie der Spätburgunder (6 %) und Dornfelder angebaut. Der Durchschnittsertrag des Gutes liegt bei 65 hl/ha.

Eine sehr bemerkenswerte Besonderheit stellen bei diesem Weingut die Grossen Gewächse da. Sie sind nicht „nur“in den letzten Jahren immer sehr hoch bewertet worden, sondern haben auch den mit Abstand geringsten Restzuckergehalt. Während die Weine anderer Güter über den Süssegrad noch einige „Geschmacksflecken“ verstecken können, gehen diese Weine volles Risiko ein. Sehr ehrlich und für Diabetiker geeignet!

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