Weinberg 24
Weinberg 24

Ökonomierat Rebholz

Das historische Weingut Ökonomierat Rebholz im beschaulichen Örtchen Siebeldingen hat eine Fläche von 15 ha und füllt davon jedes Jahr 90.000 Flaschen ab. Den grössten Anteil an der Fläche hat der Riesling mit 35 % gefolgt vom Spätburgunder mit 25 %. Der Weiss- und Grauburgunder sowie der Chardonnay haben zusammen einen Anteil von 25 %. Die Aromarebsorten Gewürztraminer und Muskateller stehen auf 10 % der Fläche neben sonstigen Rebsorten auf 5 %. Rebhölzer erben offenkundig mehr als ein Weingut.

Weitergegeben wird über Generationen neben der ausgeprägten Nase im Gesicht auch die Neigung, ihr stur und unbeirrbar zu folgen. Sie haben dabei einen Weg eingeschlagen, der sie abseits des Mainstreams geführt hat. Sie und ihre Weine werden jedenfalls als höchst eigenwillige und eigenständige Typen wahrgenommen. Und haben es wohl gerade deshalb bei den ausgewiesenen Weinnasen weit gebracht. Der Rebholz-Weg folgt beharrlich der hauseigenen Idee vom «Natur-Wein», dem das Weingut sich seit den Tagen des Ökonomierats, seit den 40er-Jahren verschrieben hat. Seither und auch künftig wird deshalb weder angereichert noch entsäuert, weil beides den Charakter verdirbt. Es wird der Boden als die Grundlage von Qualität so hoch eingeschätzt, dass herausragende Lagen gesucht und gefunden wurden, und diese im Sinne des biologischen Landbaus bewirtschaftet. Die Früchte werden von Hand gelesen, dann, wenn die meisten ihre Ernte schon lange eingefahren haben. Konsequent wird beim Ausbau der Weine auf neueste Kellertechnologie gesetzt.

Seit 2005 werden die Weinberge nach ökologischen Richtlinien bewirtschaftet. Auf den Einsatz von Herbiziden, chemisch-synthetischen Fungiziden und Mineraldünger wird verzichtet, um das natürliche Ökosystem zu bewahren und die Umwelt zu schonen. Mit der Verwendung von Pflanzenstärkenden Mitteln werden die Pflanzen auf natürlichem Wege gestärkt und wirken so abhärtend. Für die betriebliche Organisation, bedeutet eine ökologische Bewirtschaftung einen Mehraufwand, der jedoch gerne in Kauf genommen wird, um die Artenvielfalt der Pflanzen- und Tierwelt im Ökosystem Weinberg zu fördern und zu vermehren. Aus diesen Gründen hat das Weingut ein gutes Gefühl, die Weine aus ökologischem Anbau anbieten zu können. Somit leisten sie einen Beitrag für die Erhaltung unserer Natur.

Eine sehr späte selektive Lese gibt die physiologische Reife vor. Nach schonender Kelterung werden die Weine im temperaturkontrollierten Edelstahl langsam vergoren und dann je nach Rebsorte und Qualität gegebenenfalls im großen Holzfass oder Barrique ausgebaut. Die Rotweine durchlaufen die obligatorische Maischegärung mit einer besonders langen Standzeit. Anschließend wird der größere Teil von ihnen in neue barriques geleitet.

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